Platzierung der Elektroden

Es ist allgemein bekannt, daß zur Erzeugung eines Stromflusses, der Generator auf eine Ladung “eingeschlossen” werden muß. Die Ladung ist bei der Elektrostimulation durch den zu stimulierenden Muskel dargestellt. Die Verbindung zwischen dem Generator und der zu behandelnden Gegend (Ladung) wird durch ein Paar Leitelektroden, die die Aufgabe haben, ein Elektropotential (Spannung) zur Ladung (Muskel) zu übertragen, erhalten. Ein geschlossener mit Strom durchflossener Kreislauf, sieht mindestens ein Paar Elektroden vor; es ist unmöglich mit nur einer Elektrode ein Stromfluß zu erzeugen. Ein Stromfluß ist immer mit einem Eingangs- und einem Ausgangspunkt verbunden.

Ist der Zweck der Elektrostimulation die Erzeugung einer Muskelkontraktion, so muß mindestens eine der beiden Elektroden in Übereinstimmung des zu stimulierenden Muskels aufgesetzt werden. Aber welche ist die beste Position für diese Elektrode?

In einem Muskel ist der für die Elektrostimulation empfindlichste Punkt der sog. “motorische Punkt”. Die beste muskuläre Anregung mit minimalem Energieverbrauch wird eben durch die Stimulation auf dem motorischen Punkt erreicht. Um den Kreislauf zu schließen, kann die andere Elektrode theoretisch auf irgendwelchem Körperteil aufgesetzt werden; in der Praxis wird die zweite Elektrode (oder passive Elektrode) dem Muskel entlang in proximaler Lage (stromaufwärts) aufgelegt.

Möchte man zwei gegenseitige Muskeln (z.B. auf zwei Beinen) stimulieren, so können die beiden Elektroden desselben Kreislaufes (Kanal) auf den entsprechenden motorischen Punkten aufgesetzt werden. Die einzige zu treffende Maßnahme ist das transthorakale Aufsetzen zu vermeiden, d.h. man sollte vermeiden, daß der Stromfluß die Herzgegend einschließt.

Auf den nachfolgenden Tafeln werden die motorischen Stellen der wichtigsten Muskeln dargestellt, ohne zu vergessen, daß diese Aufsatzpunkte nicht als absolute Hinweise anzubetrachten sind, da jeder Patient auf unterschiedliche Weise reagiert.
Die motorische Stelle ist diejenige, die der Elektrostimulation gegenüber am besten reagiert, und um sie mit Genauigkeit zu bestimmen, genügt es die Nachbargegenden zu einer voreingestellten Intensität und in der Nähe des Bauchmuskels zu stimulieren probieren.

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