Die Impulsfrequenz bei der antalgischen Therapie (TENS)

Auch die Stimulationsfrequenz würde eine wichtige Rolle in der Wirkungskraft spielen, aber darüber existieren heute noch viele Meinungsunterschiede: die NIEDRIGEN Frequenzen (bei 10 Hz) würden eine später eintretende und weniger intensive antalgische, aber langdauernde Wirkung erzeugen, während die Frequenzen über 50 Hz eine schnellere, aber kurzdauernde Analgesie produzieren.

Einige Autoren schlagen auch eine “gezielte” Stimulation auf die von der chinesischen Akupunktur gebrauchten Stellen vor, und zwar mit sehr niedrigen Frequenzen (von 1 bis 3 Hz), einer bemerkenswerter Impulsbreite (200 μsec) und einer Intensität, die stark die motorische Stimulationsschwelle übersteigt.

Die variablen Ströme üben eine stark stimulierende Wirkung auf die sensiblen Hautenden aus, die als Vibration oder als Kribbeln wahrgenommen wird und die, bei Intensitätszunahme, schnell in schmerzenden Brenn- oder Punktionsgefühl umwandelt.

Die Eigenschaften der Hautwahrnehmung hängen neben der Stromintensität von der Impulsfrequenz ab.

Die max Sensibilität liegt bei Frequenzen zwischen 30 und 60 Hz und sinkt fortlaufend bei höheren Frequenzen, um dann bei Frequenzen über 10 KHz aufzuhören. Zur korrekten Anwendung der ELEKTROSTIMULATIONSTECHNIK ist darauf hinzuweisen, daß, abgesehen von der eigenartigen Wellenform des eingesetzten Stromes, die Stimulationsintensität EINGESTELLT und ÜBER DIE GANZE BEHANDLUNGSDAUER KURZ UNTER DER SCHMERZSCHWELLE GEHALTEN WERDEN MUSS. Dem Patienten sollten KEINE UNANGENEHME EMPFINDUNGEN VERURSACHT WERDEN, denn er würde sich in einem solchen Falle eine tiefgreifende DEMOTIVIERUNG für die nachfolgenden Behandlungen befinden.

Sich auch vergewissern, daß die Stimulation in jedem Moment OPTIMAL und die beste ist.

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